• Ein Kunststudent aus Moskau weilt mit seiner Mutter wenige Tage in Köln. Er ist begeistert, den Kirchenraum und die Ausgrabungen sehen zu können.
• Ein Mann, der sich als Sänger vorstellt, betritt die Kirche. Er bittet darum, ein Lied singen zu dürfen – es sei gewiss eine gute Akustik im Raum. Nach meiner Zusage erklingt das "Ave Maria" in herrlichem Klang.
• Die Kirche wird von vielen Besuchern als Museum betrachtet. Sie fotografieren die kunsthistorisch interessant erscheinenden Bauteile, Bilder und Figuren.
• Eine asiatische Großfamilie nutzt – nach Besichtigen und Kerzen-Anzünden – den Raum als Foto-Kulisse für Familien-Aufnahmen.
• Es gibt Gläubige, die die Madonna und andere Heiligenfiguren/Statuen küssen und dabei laut oder leise beten.
• Es gibt Touristen, die ganz zielstrebig die Kirche besichtigen oder auch nachfragen, wo in der Kirche sich das eine oder andere befindet. Andere besuchen alle romanischen Kirchen oder alle St. Severin-Kirchen in Deutschland.
• In der Advents- und Weihnachtszeit herrscht eine reges Kommen und Gehen vieler Menschen, die die Krippe besuchen. Manche lassen sich gern die besondere Gestaltung erklären.
• Es gibt Menschen, die erst ruhig in der Kirche sitzen und dann etwas ins Fürbitt-Buch schreiben, andere gehen direkt dorthin. Dieses Buch scheint für viele Ersatz für einen Gesprächspartner zu sein.
Der Kirchenraum ist auch Raum für Begegnung und Gespräch: